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Fotoimpressionen Kunst & Kultur Wissenschaft & Technik

Expo 2015 in Mailand

Expo 2015 Milano

In Mailand findet von Anfang Mai bis Ende Oktober die Expo 2015 statt. Das Thema der Weltausstellung lautet “Nutrire il pianeta, energia per la vita”. Es nehmen 145 Länder und (nur?) 3 NGOs teil. Am letzten Wochenende besuchte ich den Anlass während zwei Tagen. Ich durchstreifte das riesige Gelände und besichtigte unzählige Pavillons. Wieder zuhause, fragten mich viele Leute, ob sich ein Besuch denn lohne?

Nun ja… wer einen kritischen Umgang mit den Themen Ernährung und Energie erwartet, wird sicherlich enttäuscht. Zu sehr sind die teilnehmenden Länder (natürlich) darauf ausgerichtet, sich in einem guten Licht zu zeigen. Entsprechend ketzerisch könnte man sagen: “Form vor Inhalt” und “Expo 2015: Die derzeit grösste Urban Gardening Messe von Europa”.

Aber letztlich entscheidet jede Besucherinnen und jeder Besucher selbst, wie sehr sie und er sich auf die Thematik einlassen will. Es gibt viel Schönes und Informatives zu sehen. Das Gelände ist riesig, die Infrastruktur ist gut und lädt zum gemütlichen Verweilen ein. Wenn man eine weite Anreise hat, würde ich von einem Eintagesbesuch abraten: Das ist stressig und man kann sich nur einen Bruchteil ansehen. Ich empfehle, sich wie ich zwei Tage Zeit dafür zu nehmen.

Wer sich vorab schon mal ein Bild der Expo 2015 in Mailand machen will, den verweise ich gerne auf meine entsprechendes Fotoset auf Flickr >>

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Social Networking Wissenschaft & Technik

Lesetipp: Verloren unter 100 Freunden

Eigentlich wissen wir ja, dass die Online-Vernetzung niemals einen Ersatz für direkte zwischenmenschliche Kontakte darstellt. Dennoch haben die schier unbegrenzten Möglichkeiten und Vorteile der neuen Medien und Technologien dazu geführt, dass wir uns einer permanten elektronischen Kommunikation aussetzen.

Die MIT Professorin Sherry Turkle hat darüber ein Buch “Verloren unter 100 Freunden” (Englisch: “Alone together”) geschrieben. Sie widmet sich anhand von Fallstudien ausführlich den Auswirkungen von sozialen Robotern und von digitalen Hilfsmitteln auf zwischenmenschliche Interaktionen und Beziehungen.

Unter anderem fällt auf, dass sich gerade junge Menschen, die sogenannten “Digital Natives”, eigentlich der ständigen Vernetzung entziehen möchten, aber auf der andern Seite nicht wissen so recht wissen, wie. Zu hoch ist der soziale Druck und auch Nutzen des Mitmachens.

Während sich der zweite Teil des Buches unter anderem solchen Erfahrungen mit der Online-Vernetzung widmet, wird in der ersten Hälfte des Buches der Umgang mit sozialen Robotern diskutiert. Besonders interessant scheint mir dort die Frage, welche Rolle diese künftig bei der Betreuung und Pflege von älteren Menschen spielen werden. Und welche nicht.

Das Werk von Sherry Turkle ist ein Muss für alle, die einmal über die Auswirkungen der Computertechnologie auf die Menschen nachdenken möchten. Viele Beispiele werden euch sehr bekannt vorkommen ;-)

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Wissenschaft & Technik

Mit dem Galaxy Nexus durchs Google Universum

Es ist doch eigentlich “Hans was Heiri” oder “Jacke wie Hose”, ob man ein Smartphone mit Android oder iOS verwendet. Egal, oder?

War es für mich also tatsächlich kein allzu grosser Moment, als ich anfangs letzte Woche vom iPhone 4 auf das neu erschienene Samsung Galaxy Nexus umgestiegen bin?

Hier ein paar Gedanken zu den Gründen meines Wechsels:

Neugier“: Gadgets machen Spass! Und wenn man sonst nicht viele Hobbies hat, leistet man sich dann halt ab und zu ein neues Spielzeug. Als letzten Herbst absehbar war, dass Apple im 2011 kein Gerät mit grundsätzlich angepasstem “Look & Feel” auf den Markt bringt, begann ich mich nach Alternativen umzusehen.

It’s the data, stupid!“: Schon seit längerer Zeit verwalte ich meinen privaten Kalender und meine Kontakte mit Gmail. Und seit Google mit g+ und Google Music weitere für mich interessante Dienste eingeführt hat, bewege ich mich noch intensiver im Universum dieser Firma. Mit dem Galaxy Nexus stellt Google nun auch noch das passende Raumschiff zur Verfügung.

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Wissenschaft & Technik

Ein begeisterter Trackpad-Wischer

Seit Ende Juli 2011 nutze ich ein MacBook Air 13” und ich muss sagen: ich bin begeistert! Und zwar von der Trackpad-Navigation unter OS X Lion.

Zuvor hatte ich als jahrelanger Windows-User kaum Erfahrung mit den PCs und Notebooks von Apple. Entsprechend neutral machte ich also meine Bekanntschaft mit der aktuellen Version des Betriebssystems für die Macs.

Die Steuerung mit den entsprechenden Fingergesten erschien mir von Anfang an ziemlich intuitiv: mit einem Finger den Mauszeiger bedienen, mit zwei Fingern rauf- und runtersrollen und mit drei Fingern blitzschnell zwischen offenen Anwendungen auf verschiedenen Desktops wechseln.

Zugegeben, vielleicht hatte ich bereits etwas Übung mit dem iPad, aber alles in allem fand ich das Lernen der Fingergesten so oder so kinderleicht. Inbesondere beim Multitasking könnte sich das iPad iOS davon noch grosses Stück vom OS X Lion abschneiden.

Was es sonst noch zum MacBook Air zu sagen gibt: Schnelles Aufstarten, bequeme Tastatur, elegantes Design. Die Akkulaufzeit meines 13-Zöllers beträgt etwa fünf “gefühlte” Stunden. Habe aber nicht nachgemessen.

Die für mich wichtigste Software läuft – was man eigentlich auch erwarten darf: Chrome Browser, Adobe Photoshop Elements, Dropbox, Picasa oder etwa Evernote. Mailclient, Kalender und Adressbuch sind auch ganz ordentlich: Gmail und Exchange lassen sich damit gut synchronisieren.

Fazit: Apple-Geräte sind letzten Endes halt auch bloss PCs, aber bei der Navigation zwischen Applikationen ist Apple seinem Mitbewerber Windows wegen der Fingergesten meiner Meinung nach einen deutlichen Schritt voraus. Es macht Spass, damit zu arbeiten!

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Wissenschaft & Technik

The Perfect Cloud

Sonne hinter WolkenAm Montag stellte Apple sein Produkt iCloud vor und ist somit konsequenter als bisher auf das Modell der cloudbasierten Dienste aufgesprungen.

Da ich dazu allerdings schon seit längerem Services von Dropbox, Google, Evernote oder etwa Wuala verwende, werde ich das Angebot der Firma von Steve Jobs wohl nur im Bereich der Musik ernsthaft prüfen.

Eine gemeinsame Schwäche haben – notgedrungen wegen der bescheidenen mobilen Bandbreite – die meisten der bisherigen Konzepte: auf mobilen Geräten lädt man sich deshalb meistens nur die Daten runter, die man gerade braucht.

Ich möchte aber auf all meinen Gadgets stets den gesamten persönlichen Datenbestand lokal präsent haben, so dass ich es eine gewisse Zeit lang auch offline “aushalten” kann.

Wie stelle ich mir also die perfekte Cloud vor?

Vollständig, unmittelbar und – selbstverständlich – vor unautorisierten Zugriffen sicher.