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Digitalart Exhibition *Copy & Waste*

Nothing to see

Nach monatelanger stiller Kollaboration haben die beiden Künstler gaumbART und arbormagna beschlossen, ihre Werke gemeinsam auszustellen. Die Sammlung *Copy & Waste* beinhaltet digital nachbearbeitete Fotos und Collagen aus einem privaten Fundus von über 80’000 Aufnahmen, welche in den letzten 25 Jahren auf Reisen, im Alltag, in Museen oder bei Events gemacht wurden.

Fotos sind Kopien der realen Welt zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem bestimmten Kontext. Nicht zuletzt seit der Einführung der digitalen Fotografie und deren explosionsartigen Verbreitung durch die Nutzung von Smartphones wird beinahe schon verschwenderisch und gedankenlos damit umgegangen.

In *Copy & Waste* werden die Aufnahmen recycled und neu dargestellt. Sei es in abstrakter Form durch arbormagna oder als Collagen von gaumbART. Die Ausstellung läuft global und ist auf der Flickr Plattform zu sehen. Sie dauert etwa noch bis in Jahre 2069 oder bis die Server abgeschaltet werden.

Falls du eines der Werke in irgendeiner Form käuflich erwerben möchtest, lass es uns wissen. Über die Website gaumbART.net kannst du gerne Kontakt aufnehmen :-)

P.S. Wie du vielleicht gemerkt hast, sind die Werke tatsächlich an den besagten Orten zu finden, doch die Austellung ist rein fiktiv – arbormagna und gaumbART sind zwei meiner Instagram-Accounts. Anfangs Jahr hatte ich nämlich beschlossen, künstlerisch wieder aktiver zu werden. Seither ist einiges gegangen und ich frage mich, wie ich es am besten weiterentwickle. Vielleicht sollte ich tatsächlich mal eine Ausstellung in der “realen” Welt wagen?

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Wandern im Skigebiet

Davos Parsenn
Eigentlich wollte ich bloss etwas hoch in die Hügel, um schöne Landschaftsaufnahmen zu machen. Am Ende wurde es eine eher sportliche Wanderung.

Als ich am letzten Freitag Morgen in Davos Richtung Schatzalp marschierte, hatte ich noch keine genaue Vorstellung darüber, wohin mich die Reise letztlich führt. Oben auf der Schatzalp studierte ich erstmal die Wanderkarte und beschloss, weiter via Strelapass auf’s Weissfluhjoch zu gehen. Von dort wollte ich dann mit den Bergbahnen gemütlich ins Tal zurück.

Unterwegs zum Strelapass kam mir plötzlich eine Freundin aus der Mittelschulzeit entgegen. Wir erkannten uns allerdings erst, nachdem wir einen Höflichkeitsgruss unter Berggängern ausgetauscht hatten. Immerhin hatten wir uns fast zwanzig Jahre nicht mehr gesehen. Wir plauderten ein wenig und gingen danach unserer Wege. Sie wieder ins Tal (Frühaufsteherin!? :-) und ich auf den Berg.

Oben auf dem Strelapass war eine kurze Fotopause angesagt. Danach wanderte ich entlang von kantigen Felsen, rutschigen Abhängen und durch Skipisten weiter zum Weissfluhjoch hoch. Oben erschreckte mich zuerst die Hässlichkeit der durch den Wintersport geprägten Landschaft. Ich kannte den Ort vorher nur schneebedeckt im Winter. Bei zweitem Hinsehen beeindruckte mich jedoch die vielfältige Struktur der Gesteinsschichten und ich begriff, warum das hier oben “Weissfluhjoch” genannt wird.

Da das Wetter sehr schön war und weit und breit kein Gewitter drohte, entschied ich mich für einen Talgang nach Klosters. Am Ende meiner Tour hatte ich 22 Kilometer, 1’060 Höhenmeter hoch und 1’370 runter in den Beinen. Wenn man im Winter auf Skiern dort unterwegs ist, ist einem gar nicht bewusst, wie viel Transportleistungen Bergbahnen und Skilifte eigentlich erbringen, um daraus ein Vergnügen und keine Qual zu machen.

Auf Flickr sind im Set “Davos Parsenn” sechs meiner Fotos zu finden: Sie wurden etwas digital nachbearbeitet, jedoch ohne ihre Aussage zu verfälschen. Das Licht war wunderbar und die Schatten der Wolken formten die Landschaft zusätzlich.

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Eine smarte Sportuhr

Ist es eine smarte Sports Watch oder eine sportliche Smartwatch? Bisher war diese Frage bei den Produkten von Garmin einfach zu beantworten: sie gehören zu den Sportuhren.

Allerdings wird diese Grenze durch die Geräte-Serie Fenix 5(S)(X) neu definiert. Wenn man sich zum Beispiel die schwarze Edition mit Saphirglas anschaut, so entdeckt man einen signifikanten Anflug an Eleganz. Auch wenn sie vielleicht noch etwas klobig wirkt, ist sie – wenn mit einem Lederarmband ausgestattet – durchaus alltagstauglich und präsentabel.

Die Fenix 5 verfügt nebst allen erdenklichen Sportfunktionen auch über Smartwatch-Applikationen, deren Kernfunktionen mit Apple OS oder Android Wear mithalten können. Watchfaces, Widgets und Apps werden über den Connect IQ Shop heruntergeladen. Im Vergleich zum Ökosystem der beiden Giganten ist das Angebot jedoch sehr spärlich. Trotzdem: für den Alltag reicht’s.

Sehr alltagstauglich sind auch die leicht auswechselbaren Armbänder. Im Lieferumfang enthalten sind zwei Silikonbänder, schwarz und neongrün. Weitere Farben, ein braunes Lederarmband oder das Edelstahlband müssen separat gekauft werden.

Preislich bewegen sich die Fenix 5 Versionen eher im Bereich der Apple Watch. Man muss also schon mehrere hundert Franken investieren, um sich dieses Gadget zur treuen Begleiterin zu machen.

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Eindrücke von der re:publica 2017

Impressionen republica und Media Convention 2017

Auch wenn das Motto “Love Out Loud” der diesjährigen re:publica in Berlin auf Positivismus ausgerichtet war, kamen jede Menge ernste Themen auf den Tisch. So sprachen in der Keynote gleich vier Journalisten aus Ländern, welche die Pressefreiheit unterdrücken.

Wie schon in den Vorjahren fand die dreitägige Veranstaltung zusammen mit der Media Convention in der Station beim Gleisdreieck statt. Eine stimmungsvolle Location, die alleine eigentlich schon einen Besuch rechtfertigt :-)

Für mich war es die dritte Teilnahme an einer re:publica (2016, 2013). Meine Motivation sind die vielfältigen Sessions, das Treffen von Leuten während und am Rande des Events sowie jede Menge Gelegenheiten, bunte Fotos zu schiessen. Eine Auswahl davon ist auf Flickr im Album “re:publica 2017 #rp17” zu finden. Viel Spass :-)

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Enhanced Reality Fake News

Die Anwohner der Swissmill im Zürcher Kreis 5 staunten nicht schlecht, als sie heute Morgen an der Fassade des Kornhauses ein Graffiti erblickten. Jemand schien dies in einer waghalsigen Nacht- und Nebelaktion angebracht zu haben.

“Wie die Vandalen das wohl wieder gemacht haben? Durch Abseilen? Oder mit Hilfe einer Drohne?”, fragten sich wohl so einige Sonntagsspaziergänger an der Limmat am Fusse der hohen Getreidemühle. Ein Rentner meinte: “Die graue Beton-Fassade ist ja schon hässlich, aber die hätten sich beim Sujet schon etwas mehr Mühe geben könnten. Statt eines Monster-Gesichts zum Beispiel das Stadtwappen!”

Die Zürcher Stadtpolizei tappt noch im Dunkeln. Der Pressesprecher meinte auf Anfrage von Flurakus.ch: “Die Täterschaft ist sehr schnell und professionell vorgegangen. Wir haben bisher keinerlei Hinweise zu den Urhebern”.

Die erste Aufnahme der besprayten Fassade tauchte auf dem Instagram-Account von boumi.art auf. Wir sprachen mit dessen Inhaber. Etwas stolz aber dennoch peinlich berührt gab er schliesslich seine Tat zu:

“Hmm… wie kann ich dies bloss meiner Haftpflichtversicherung erklären? Ich probierte da etwas mit einer Enhanced Reality App herum. Ich zeichnete ein Monster und montierte es in ein Foto des Kornhauses. Und schwupp – prangt die Kreatur plötzlich auch in der Realität an der Fassade. Krass, was mit der Technik heute alles möglich ist! War aber keine Absicht, sorry!”

Das unfreiwillige Werk kann noch bis Dienstag bestaunt werden. Danach wird es die Stadtverwaltung mit Hilfe der neuesten Putzdrohne beseitigen.