
Auf Kreta esse man sehr gut, sagten uns im Vorfeld die meisten Leute, als wir von unseren Urlaubsplänen erzählten. Nach zwei Wochen auf dieser griechischen Insel können wir das tatsächlich bestätigen. Wir hielten uns in erster Linie an der Nordküste auf und besuchten die Städte Heraklion, Rethymnon und Chania.
Category: Fotoimpressionen
Nach monatelanger stiller Kollaboration haben die beiden Künstler gaumbART und arbormagna beschlossen, ihre Werke gemeinsam auszustellen. Die Sammlung *Copy & Waste* beinhaltet digital nachbearbeitete Fotos und Collagen aus einem privaten Fundus von über 80’000 Aufnahmen, welche in den letzten 20 Jahren auf Reisen, im Alltag, in Museen oder bei Events gemacht wurden.
Fotos sind Kopien der realen Welt zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem bestimmten Kontext. Nicht zuletzt seit der Einführung der digitalen Fotografie und deren explosionsartigen Verbreitung durch die Nutzung von Smartphones wird beinahe schon verschwenderisch und gedankenlos damit umgegangen.
In *Copy & Waste* werden die Aufnahmen recycled und neu dargestellt. Sei es in abstrakter Form durch arbormagna oder als Collagen von gaumbART. Die Ausstellung läuft global und ist auf der Flickr Plattform zu sehen. Sie dauert etwa noch bis ins Jahre 2069 oder bis die Server abgeschaltet werden.
Falls du eines der Werke in irgendeiner Form käuflich erwerben möchtest, lass es uns wissen. Über die Website gaumbART.net kannst du gerne Kontakt aufnehmen :-)
P.S. Wie du vielleicht gemerkt hast, sind die Werke tatsächlich an den besagten Orten zu finden, doch die Austellung ist rein fiktiv – arbormagna und gaumbART sind zwei meiner Instagram-Accounts. Anfangs Jahr hatte ich nämlich beschlossen, künstlerisch wieder aktiver zu werden. Seither ist einiges gegangen und ich frage mich, wie ich es am besten weiterentwickle. Vielleicht sollte ich tatsächlich mal eine Ausstellung in der “realen” Welt wagen?

Eigentlich wollte ich bloss etwas hoch in die Hügel, um schöne Landschaftsaufnahmen zu machen. Am Ende wurde es eine eher sportliche Wanderung.
Als ich am letzten Freitag Morgen in Davos Richtung Schatzalp marschierte, hatte ich noch keine genaue Vorstellung darüber, wohin mich die Reise letztlich führt. Oben auf der Schatzalp studierte ich erstmal die Wanderkarte und beschloss, weiter via Strelapass auf’s Weissfluhjoch zu gehen. Von dort wollte ich dann mit den Bergbahnen gemütlich ins Tal zurück.
Unterwegs zum Strelapass kam mir plötzlich eine Freundin aus der Mittelschulzeit entgegen. Wir erkannten uns allerdings erst, nachdem wir einen Höflichkeitsgruss unter Berggängern ausgetauscht hatten. Immerhin hatten wir uns fast zwanzig Jahre nicht mehr gesehen. Wir plauderten ein wenig und gingen danach unserer Wege. Sie wieder ins Tal (Frühaufsteherin!? :-) und ich auf den Berg.
Oben auf dem Strelapass war eine kurze Fotopause angesagt. Danach wanderte ich entlang von kantigen Felsen, rutschigen Abhängen und durch Skipisten weiter zum Weissfluhjoch hoch. Oben erschreckte mich zuerst die Hässlichkeit der durch den Wintersport geprägten Landschaft. Ich kannte den Ort vorher nur schneebedeckt im Winter. Bei zweitem Hinsehen beeindruckte mich jedoch die vielfältige Struktur der Gesteinsschichten und ich begriff, warum das hier oben “Weissfluhjoch” genannt wird.
Da das Wetter sehr schön war und weit und breit kein Gewitter drohte, entschied ich mich für einen Talgang nach Klosters. Am Ende meiner Tour hatte ich 22 Kilometer, 1’060 Höhenmeter hoch und 1’370 runter in den Beinen. Wenn man im Winter auf Skiern dort unterwegs ist, ist einem gar nicht bewusst, wie viel Transportleistungen Bergbahnen und Skilifte eigentlich erbringen, um daraus ein Vergnügen und keine Qual zu machen.
Auf Flickr sind im Set “Davos Parsenn” sechs meiner Fotos zu finden: Sie wurden etwas digital nachbearbeitet, jedoch ohne ihre Aussage zu verfälschen. Das Licht war wunderbar und die Schatten der Wolken formten die Landschaft zusätzlich.

Auch wenn das Motto “Love Out Loud” der diesjährigen re:publica in Berlin auf Positivismus ausgerichtet war, kamen jede Menge ernste Themen auf den Tisch. So sprachen in der Keynote gleich vier Journalisten aus Ländern, welche die Pressefreiheit unterdrücken.
Wie schon in den Vorjahren fand die dreitägige Veranstaltung zusammen mit der Media Convention in der Station beim Gleisdreieck statt. Eine stimmungsvolle Location, die alleine eigentlich schon einen Besuch rechtfertigt :-)
Für mich war es die dritte Teilnahme an einer re:publica (2016, 2013). Meine Motivation sind die vielfältigen Sessions, das Treffen von Leuten während und am Rande des Events sowie jede Menge Gelegenheiten, bunte Fotos zu schiessen. Eine Auswahl davon ist auf Flickr im Album “re:publica 2017 #rp17” zu finden. Viel Spass :-)
Tour de Corse

Wie kann man drei Wochen Sommerferien in Korsika ohne eigenes Auto verbringen? Ganz einfach: man fährt Bus oder Zug. Allerdings ist das Angebot nur spärlich: Es beschränkt sich auf ein bis zwei Verbindungen pro Tag und dies auch nur zwischen den grösseren Ortschaften. Zudem findet man die notwendigen Infos im Internet nur spärlich und die entsprechenden Websites erinnern an die neunziger Jahre. Online buchen? Mais non!
Aber wir wollen nicht länger jammern! Wenn man drei Wochen Zeit hat, kann man in Korsika auch so eine intensive Zeit mit vielen Eindrücken von Land und Leuten verbringen. Unsere “Tour de Corse” führte uns von Bastia über Porto-Vecchio, Ajaccio und Corte nach Calvi, wo wir uns schliesslich fast eine Woche aufhielten.
In der Hafenstadt Bastia erholten wir uns zuerst von den Erkältungen und Gebrechen, welche wir aus den regnerischen Schweizer Alpen mitgebracht hatten. Wir gewöhnten uns jedoch rasch ans warme Klima. Oder etwa doch nicht so ganz? Während sich Flurina am zweiten Abend an einer käsigen Pizza den Magen verdarb, holte sich Markus schon bei der ersten kleinen Wanderung einen Sonnenstich. Aber was soll’s! Wir hatten ja Urlaub :-)
Spätestens in Porto-Vecchio, unserem zweiten Aufenthaltsort, kamen wir dann vollständig kuriert in Korsika an: Wir kauften neue Sommerhüte, erkundeten (ein bisschen illegal) das stillgelegte Salinen-Gelände und machten einen Tagesausflug zur eindrücklichen Küstenfelstenstadt Bonifacio, welche ganz im Süden Korsikas liegt
Nach vier lockeren Tagen ging’s weiter zum, seinerzeit von Napoleon zur korsischen Hauptstadt ernannten, Ajaccio („Aschakschio“, ein Zungenbrecher). Wir mieteten uns im 5. Stock eines Hochhauses bei netten Airbnb-Gastgebern ein und genossen einen grandiosen Ausblick auf den Hafen. Wie der Zufall es so wollte, war gerade Karneval. Ein bunter Anblick. Zu unserer grossen Freude besuchten uns während unserer Zeit in Ajaccio zudem zwei liebe Bekannte, Thasanee und Matthias, für ein gemütliches Abendessen. Sie unterbrachen dazu extra ihre Surfing-Tour auf Korsika. Merci beaucoup!

