{"id":11364,"date":"2013-05-09T23:18:57","date_gmt":"2013-05-09T22:18:57","guid":{"rendered":"http:\/\/flurakus.ch\/wp\/?p=11364"},"modified":"2013-05-10T00:14:19","modified_gmt":"2013-05-09T23:14:19","slug":"mein-ruckblick-auf-die-republica-rp13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/flurakus.ch\/wp\/?p=11364","title":{"rendered":"Mein R\u00fcckblick auf die re:publica #rp13"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"alignleft\" title=\"re:publica #rp13 by MarkusBaumgartner, on Flickr\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/markusbaumgartner\/sets\/72157633442735701\/\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"re:publica #rp13\" src=\"http:\/\/farm8.staticflickr.com\/7441\/8723512229_8b32a93c7a_n.jpg\" width=\"320\" height=\"240\" \/><\/a>Schon lange wollte ich an der gr\u00f6ssten deutschen Internetkonferenz &#8220;<a href=\"http:\/\/www.re-publica.de\/\" target=\"_blank\">re:publica<\/a>&#8221; teilnehmen. Gross war entsprechend meine Vorfreude, dies w\u00e4hrend meines Berlin-Urlaubes nun endlich tun zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Und ich wurde nicht entt\u00e4uscht: ein breit gef\u00e4chertes Programm wartete auf die Teilnehmenden.<\/p>\n<p>Der Bogen ist mit dem Motto &#8220;IN\/SIDE\/OUT &#8211; Raus aus dem Netz, rein in die Welt &#8211; Mittler zwischen Online und Offline&#8221; bewusst weit gespannt. So warteten Sessions mit Themen wie Arbeit, Bildung, Medien, Netzpolitik, Hacking, Innovation in Afrika, Gleichstellung, Mobilit\u00e4t und und und&#8230; darauf, entdeckt zu werden.<\/p>\n<p>In den 3 Tagen besuchte ich weit \u00fcber 20 Referate und wusste am Abend bisweilen nicht mehr ganz, wo mir der Kopf steht. Aber egal, mein Wissensdurst ist schier unendlich ;-)<\/p>\n<p>Meine pers\u00f6nlichen Highlights waren folgende Auftritte:<\/p>\n<p><!--more-->Mit &#8220;Innovating Africa&#8221; zeigte <a href=\"http:\/\/whiteafrican.com\/\" target=\"_blank\">Erik Hershman<\/a>, wie sich junge Menschen und Unternehmer in afrikanischen Staaten vernetzen, um pragmatische L\u00f6sungen zu finden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.omnisophie.com\/\" target=\"_blank\">Gunter Dueck<\/a> propagierte den &#8220;metakulturellen Diskurs&#8221;, damit polarisierenden Diskussionen reduziert werden. Nur so k\u00f6nnen auch Themen wie Netzneutralit\u00e4t zielf\u00fchrender angegangen werden.<\/p>\n<p>Mit Hilfe eines Quizes brachte uns die Referentinnen von <a href=\"http:\/\/smallmediafoundation.com\/\" target=\"_blank\">Small Media<\/a> den aktuellen Stand der Internetzensur im Iran n\u00e4her: &#8220;403 Forbidden: A Hands on Experience of the Iranian Internet&#8221;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/saschalobo.com\/\" target=\"_blank\">Sascha Lobo<\/a> rief die hobby-lobbistische Netzgemeinde zum &#8220;Machen&#8221; auf und stellte die Frage &#8220;Was w\u00fcrde Merkel \u00fcberzeugen?&#8221;. Er pl\u00e4dierte f\u00fcr ein freies, offenes und sicheres Internet. Ketzerische Bemerkung am Rande: die Teilnehmenden waren jedoch schon leicht damit zufriedenzustellen, ein schnelles und zuverl\u00e4ssiges WLAN am Veranstaltungsort aufzufinden&#8230;<\/p>\n<p>Mit dem provokativen Titel &#8220;Das Ende der Arbeit &#8211; Wenn Maschinen uns ersetzen&#8221; zeigte <a href=\"http:\/\/www.johanneskleske.com\/\" target=\"_blank\">Johannes Kleske<\/a> Szenarien f\u00fcr die Zukunft auf. Wird es f\u00fcr die durch das Internet zerst\u00f6rten Arbeitspl\u00e4tze gen\u00fcgend neue geben?<\/p>\n<p>Der New Yorker <a href=\"http:\/\/rasiej.com\/\" target=\"_blank\">Andrew Rasiej<\/a> appellierte in einer flammenden Rede &#8220;You Can Turn Off the Public Internet But You Can&#8217;t Turn Off the Internet Public&#8221; unter anderem daran, endlich mal die Nutzungsbedingungen der Web-Konzerne ernst zu nehmen und nicht bloss achtlos wegzuklicken.<\/p>\n<p>Kann ein Farbenblinder Farben h\u00f6ren? Wie kann man jedes Erdbeben am K\u00f6rper sp\u00fcren, egal wo es stattfindet? Genau das praktiziert das K\u00fcnstlerduo <a href=\"https:\/\/twitter.com\/NeilHarbisson\" target=\"_blank\">Neil Harbisson<\/a> und <a href=\"https:\/\/twitter.com\/moonribas\" target=\"_blank\">Moon Ribas<\/a>. Sie leben seit Jahren mit entsprechenden Hilfsmitteln am K\u00f6rper und setzen sich auch f\u00fcr die Rechte von Cyborgs ein. &#8220;Life with extra Senses &#8211; How to become a Cyborg&#8221; war ein packender Vortrag.<\/p>\n<p>In den Bann zog mich auch die lebhafte <a href=\"http:\/\/www.k3r3n3.com\/\" target=\"_blank\">Keren Elazari<\/a>. Sie forderte uns auf, mit ihr einen &#8220;&#8230; Ride on the Cyberpunk Express&#8221; zu machen und f\u00fchrte uns durch die Geschichte des Hackings. Einst Science Fiction und Hollywood Dramatik, ist Hacking nun zu einem milliardenschweren Business geworden.<\/p>\n<p>Was um Himmels Willen bedeutet &#8220;Speculative Design&#8221;? Anschaulich machte uns dies <a href=\"http:\/\/www.lisama.co.uk\/\" target=\"_blank\">Lisa Ma<\/a>\u00a0mit dem Beispiel &#8220;Farmification&#8221;: Um die Arbeitsbedingungen der Angestellten in einer chinesischen Techfabrik zu verbessern, wurde diese mit landwirtschaftlichen T\u00e4tigkeiten \u00f6rtlich zusammengef\u00fchrt. Auf diese Weise bewahren die ehemaligen Landarbeiter den Bezug zu ihrer Herkunft.<\/p>\n<p>Ein kleiner Kulturschock war auch das Improvisations-Theater mit dem Hashtag &#8220;#rp13theater&#8221; von <a href=\"https:\/\/twitter.com\/JeanneRaffut\" target=\"_blank\">Jeannette Gusko<\/a> und <a href=\"https:\/\/twitter.com\/bancia\" target=\"_blank\">Bianca Praetorius<\/a>\u00a0und Truppe. Das Publikum f\u00fctterte w\u00e4hrend der Auff\u00fchrung eine Twitterwall und die Schauspieler versuchten, die Tweets und R\u00fcckmeldungen realtime in ihre Performance einzubauen.<\/p>\n<p>Als eine der letzten Referentinnen kam <a href=\"http:\/\/www.annewizorek.de\/\" target=\"_blank\">Anna Wizorek<\/a> zu Wort. Sie zog Bilanz \u00fcber die #aufschrei-Debatte. Mich pers\u00f6nlich beeindruckte dabei vor allem die ruhige Art und Weise, wie sie das tut. Vielleicht ist es auch gerade das, welches provoziert, wenn sie die Menschen mit m\u00e4nnlichem Sexismus konfrontiert?<\/p>\n<p>Soviel also zu den H\u00f6hepunkten aus meiner Sicht. Vor der Abschlussrede der Organisatoren der re:publica gelangte per Videointerview auch noch der chinesische K\u00fcnstler und Aktivist <a href=\"https:\/\/twitter.com\/aiww\" target=\"_blank\">Ai Weiwei<\/a>\u00a0ans Publikum. Leider darf er China nicht verlassen, seine pers\u00f6nliche Anwesenheit w\u00e4re sicher eine grosse Bereicherung gewesen.<\/p>\n<p>Was sonst noch? Ich konzentrierte mich an der re:publica tags\u00fcber in erster Linie auf das Konsumieren der Sessions, so dass das Networking etwas zu kurz kam. Dennoch ergab sich am Abend die eine oder andere Gelegenheit, sich mit anwesenden &#8220;<a href=\"https:\/\/vine.co\/v\/b2FMunqwKvr\" target=\"_blank\">Schweizern<\/a>&#8221; zu treffen oder spontan mit wildfremden Leuten ins Gespr\u00e4ch zu kommen.<\/p>\n<p>Ob ich n\u00e4chstes Jahr wieder an die re:publica gehe? Wer weiss. Aber zuerst werde ich nun die restlichen Tage meines Urlaubes in der deutschen Hauptstadt nutzen, um Berlin noch von einer andern Seite kennenzulernen.<\/p>\n<p>Anhang:<\/p>\n<p>F\u00fcr meine fotografische Impressionen guckst Du das <a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/markusbaumgartner\/sets\/72157633442735701\/\" target=\"_blank\">Flickr-Set &#8220;re:publica #rp13&#8221; &gt;&gt;<\/a><\/p>\n<p>Wer sich ein umfassenderes Bild der re:publica w\u00fcnscht, dem empfehle ich die <a href=\"http:\/\/www.re-publica.de\/reader\" target=\"_blank\">eBooks, welche t\u00e4glich produziert wurden &gt;&gt;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon lange wollte ich an der gr\u00f6ssten deutschen Internetkonferenz &#8220;re:publica&#8221; teilnehmen. Gross war entsprechend meine Vorfreude, dies w\u00e4hrend meines Berlin-Urlaubes nun endlich tun zu k\u00f6nnen. Und ich wurde nicht entt\u00e4uscht: ein breit gef\u00e4chertes Programm wartete auf die Teilnehmenden. 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