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Lesetipp: Verloren unter 100 Freunden

Eigentlich wissen wir ja, dass die Online-Vernetzung niemals einen Ersatz für direkte zwischenmenschliche Kontakte darstellt. Dennoch haben die schier unbegrenzten Möglichkeiten und Vorteile der neuen Medien und Technologien dazu geführt, dass wir uns einer permanten elektronischen Kommunikation aussetzen.

Die MIT Professorin Sherry Turkle hat darüber ein Buch “Verloren unter 100 Freunden” (Englisch: “Alone together”) geschrieben. Sie widmet sich anhand von Fallstudien ausführlich den Auswirkungen von sozialen Robotern und von digitalen Hilfsmitteln auf zwischenmenschliche Interaktionen und Beziehungen.

Unter anderem fällt auf, dass sich gerade junge Menschen, die sogenannten “Digital Natives”, eigentlich der ständigen Vernetzung entziehen möchten, aber auf der andern Seite nicht wissen so recht wissen, wie. Zu hoch ist der soziale Druck und auch Nutzen des Mitmachens.

Während sich der zweite Teil des Buches unter anderem solchen Erfahrungen mit der Online-Vernetzung widmet, wird in der ersten Hälfte des Buches der Umgang mit sozialen Robotern diskutiert. Besonders interessant scheint mir dort die Frage, welche Rolle diese künftig bei der Betreuung und Pflege von älteren Menschen spielen werden. Und welche nicht.

Das Werk von Sherry Turkle ist ein Muss für alle, die einmal über die Auswirkungen der Computertechnologie auf die Menschen nachdenken möchten. Viele Beispiele werden euch sehr bekannt vorkommen ;-)

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