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La Isola del Giglio

Cala del LazzarettoIn den diesjährigen Sommerferien besuchten wir unseren südlichen Nachbarn Italien. Schnell war klar, dass wir uns zuerst Florenz und Rom anschauen und uns danach ein paar Tage Urlaub am Meer gönnen würden.

Blieb also die Suche nach der dritten Destination: Mittels Google Earth “überflogen” wir die Küste von Rom bis Pisa und trafen nach halber Strecke auf eine kleine Insel namens “Giglio”.

“La Isola del Giglio” ist nach einer einstündigen Schiffsfahrt von der Halbinsel Monte Argentario aus zu erreichen. Sie ist 21 km2 gross und hat 1’700 Einwohnerinnen und -einwohner, welche in drei Dörfern leben: Giglio Porto, Giglio Castello und Giglio Campese. Die Küste umfasst 28 km und der höchste Punkt liegt auf knapp 500 Metern.

Wer uns kennt weiss, dass wir uns meistens nicht am Strand aufhielten, sondern auf den Wandernwegen. Diese sind teilweise etwas unwegsam, gutes Schuhwerk sei empfohlen! Ein entsprechendes “Highlight” war eine Begegnung mit einem etwas älteren italienischen Pärchen, welches uns auf dem – mit kniehohen Dornensträuchern üppig ausgestatteten – Berg von Castelluci auf Strandschlarpen entgegen kam. Sie waren auf der Suche nach der Badebucht… scusate!?

Die Natur von Giglio ist sehr beeindruckend: klarblaues Meerwasser für Tauchgänger, eine vielfältige Fauna und Flora für Landgänger. Weite Gebiete sind für den Menschen unzugänglich. Noch ein paar Tage länger, ich wäre wohl zum Botaniker mutiert und hätte mit Käfer- und Pflanzenbestimmung angefangen.

Nebst dem malerischen Hafenstädchen Giglio Porto ist Castello ein besonderer Anziehungspunkt: Dieser Ort wurde im 12. Jahrhundert auf einem Berggipfel errichtet und mit Mauern gut geschützt. Als wir in Castello waren, befanden sich ausser uns fast keine Touristen dort.

Wir konnten uns das Gedränge nur vorstellen, welches wohl herrschen muss, wenn an einem Hochsommerabend die Leute in den engen Gassen eine willkommene Abkühlung suchen, nachdem sie an den Badestränden von Campese den Sonnenuntergang genossen haben.

Apropos Touristen: Rund um uns herum wurde fast nur Italienisch gesprochen. Ob das in der Hochsaison auch so ist, wissen wir nicht. Uns gefiel das, stellte aber etwas höhere Ansprüche an die kommunikativen Fähigkeiten im Umgang mit den Einheimischen. Im Gegensatz zu unseren vorangehenden Reisezielen Florenz und Rom ist in Giglio Englisch noch etwas weniger verbreitet.

Selbstverständlich habe ich während unserem Aufenthalt auf Giglio wild in der Gegend herumgeknipst, bis die Linse glühte. Das Flickr-Set “La Isola del Giglio” zeigt eine “streng disziplinierte” Auswahl davon.

P.S. Die Fotos von Florenz und Rom folgen in den nächsten Tagen.

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