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Tour de Corse

Tour de Corse
Wie kann man drei Wochen Sommerferien in Korsika ohne eigenes Auto verbringen? Ganz einfach: man fährt Bus oder Zug. Allerdings ist das Angebot nur spärlich: Es beschränkt sich auf ein bis zwei Verbindungen pro Tag und dies auch nur zwischen den grösseren Ortschaften. Zudem findet man die notwendigen Infos im Internet nur spärlich und die entsprechenden Websites erinnern an die neunziger Jahre. Online buchen? Mais non!

Aber wir wollen nicht länger jammern! Wenn man drei Wochen Zeit hat, kann man in Korsika auch so eine intensive Zeit mit vielen Eindrücken von Land und Leuten verbringen. Unsere “Tour de Corse” führte uns von Bastia über Porto-Vecchio, Ajaccio und Corte nach Calvi, wo wir uns schliesslich fast eine Woche aufhielten.

In der Hafenstadt Bastia erholten wir uns zuerst von den Erkältungen und Gebrechen, welche wir aus den regnerischen Schweizer Alpen mitgebracht hatten. Wir gewöhnten uns jedoch rasch ans warme Klima. Oder etwa doch nicht so ganz? Während sich Flurina am zweiten Abend an einer käsigen Pizza den Magen verdarb, holte sich Markus schon bei der ersten kleinen Wanderung einen Sonnenstich. Aber was soll’s! Wir hatten ja Urlaub :-)

Spätestens in Porto-Vecchio, unserem zweiten Aufenthaltsort, kamen wir dann vollständig kuriert in Korsika an: Wir kauften neue Sommerhüte, erkundeten (ein bisschen illegal) das stillgelegte Salinen-Gelände und machten einen Tagesausflug zur eindrücklichen Küstenfelstenstadt Bonifacio, welche ganz im Süden Korsikas liegt

Nach vier lockeren Tagen ging’s weiter zum, seinerzeit von Napoleon zur korsischen Hauptstadt ernannten, Ajaccio („Aschakschio“, ein Zungenbrecher). Wir mieteten uns im 5. Stock eines Hochhauses bei netten Airbnb-Gastgebern ein und genossen einen grandiosen Ausblick auf den Hafen. Wie der Zufall es so wollte, war gerade Karneval. Ein bunter Anblick. Zu unserer grossen Freude besuchten uns während unserer Zeit in Ajaccio zudem zwei liebe Bekannte, Thasanee und Matthias, für ein gemütliches Abendessen. Sie unterbrachen dazu extra ihre Surfing-Tour auf Korsika. Merci beaucoup!

Nächste Destination war Corte, ein hübsches Städtchen in den Bergen. Ausgangspunkt vieler Wandertouren. Wir liessen uns natürlich auch diesen Spass nicht entgehen und unternahmen bei segnender Hitze einen Marsch hoch ins Tavignanotal. Dort warteten „Badegumpen” zur Kühlung.

Mit dem TGV von Korsika, liebevoll “Train de Grand Vibration“ genannt, transferierten wir schliesslich zur Nordküste in die liebliche Bucht von Calvi. Dort blieben wir fast eine Woche, um uns von den vorangehenden Reisestrapazen zur erholen. Ferien von den Ferien quasi… Da es auch dort kein ernstzunehmendes Angebot an öffentlichem Verkehr gibt, mieteten wir Mountainbikes, um dennoch mobil zu bleiben.

Während sich Flurina des Abends dem Buchlesen widmete, besuchte Markus zwei Mal das Electronic-Music Festival „Calvi on the Rocks“. Gemeinsam genossen wir jeden Abend das korsische Essen und den lokalen Wein. Wir assen viel Fisch, der hier vom Meer jeweils fast direkt in den Teller springt. Ehrlich!

Wie immer knipsten wir jede Menge Fotos. Eine kleine Auswahl davon gibts im Flickr-Set „Tour de Corse“ zu sehen.

Zu guter Letzt noch ein paar Reise-Tipps/Links:

Infos zu Buslinien
Train de Corse
Bikevermieter „Wild Machja”

Restaurant „La Table du Marché“ in Bastia
Restaurant „Da Mamma“ in Ajaccio
Restaurant „Auberge de la Restonica“ in Corte
Restaurant „Le Magnolia“ in Calvi

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