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Virale Verbreitung eines Bündner Mondaufgangs

plague_moonrise

Letzten Donnerstag lud ich einen Schnappschuss eines Mondaufgangs bei Pontresina in die App “Plague“. Sobald man dort eine sogenannte “Card” veröffentlicht, wird sie an ein Dutzend Plague-User geschickt, die sich am nächsten von einem befinden. Jeder kann dann entscheiden, ob er sie mit einem Swipe nach oben – einem “Spread” – an die Leute in seiner Umgebung weiterverbreiten will oder nicht.

Das Foto fand offenbar Gefallen und tauchte so innerhalb von vier Tagen auf fast allen Kontinenten rund um den Globus auf. Immerhin gut 40 Prozent aller Betrachterinnen und Betrachter leiteten es weiter. Bis dato haben dies rund zweieinhalbtausend Leute getan.

Am stärksten verbreitete sich der Eintrag in Westeuropa und im Osten der USA. In Asien erfreuten sich Leute aus Indien, China und Indonesien am Foto, in Australien die grossen Städte im Südosten und in Südamerika vor allem Brasilien. Der afrikanische Kontinent beteiligte sich im Vergleich zu seiner Grösse nur mässig.

Inwiefern dies nun Rückschlüsse auf die Verbreitung von Smartphones oder kulturelle Geschmäcker zulässt, weiss ich nicht. Interessant ist auch, wie es möglich ist, dass ein Eintrag so schnell von Europa nach Amerika schwappen kann. Vielleicht im App-Zwischenspeicher eines Flugreisenden? Wie auch immer: es ist ganz lustig, sowas mal auszuprobieren ;-)

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Rund ums Brusio Viaduct


Heute fuhren wir mit der Rhätischen Bahn von Pontresina nach Tirano. Die eindrucksvolle Bahnstrecke führt über den Berninapass durchs Puschlav an den Zielort. Bei der Ortschaft Brusio gibt es ein Viadukt, welches in einer 360 Grad Schleife über- und unterquert wird. Wir haben den Kreis in einem Hyperlapse Video mit sechsfacher Geschwindigkeit festgehalten.

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Zugerberg und Zugersee

Zugersee

Was für ein prächtiger Herbsttag! Ich nahm der Wetterprognose dieses Versprechen ab und nutzte den letzten Oktobertag, um auf dem Zugerberg wandern zu gehen. Ich blieb in der Komfortzone und wählte eine der drei gut markierten Rundwanderungen: Die Route “Hirsch”.

Diese führt von der Bergstation Zugerberg mehrheitlich durch Forstwege zum Aussichtspunkt beim Grossmattstollen. Über eine Moorlandschaft geht’s wieder zurück zum Ausgangspunkt. Ich marschierte etwa dreieinhalb Stunden. Pausen nicht miteingerechnet.

Und da ich ohnehin schon in der Gegend war, nutzte ich den Abend, um den Sonnenuntergang am Zugersee zu fotografieren. Licht und Wetter hätten an diesem Tag nicht besser sein können!

Eine kleine Auswahl der Fotos gibt’s im Flickr-Set “Zugerberg und Zugersee” zu sehen.

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Rückblick auf TEDxZurich 2014

TEDxZurich2014

Am vergangenen Freitag fand in den Zürcher Fernsehstudios der SRG das Event “TEDxZurich” statt. Seit 2009 bereits zum fünften Mal. Grund genug für mich, endlich auch mal teilzunehmen. Ich mag solche Anlässe mit einem bunten Strauss an Referentinnen und Referenten sowie genügend Raum, um etwas Social Networking zu betreiben.

Unter dem Motto “Stop. Start!” wurden über 15 kurze Präsentationen gehalten. Meine persönlichen Highlights waren:

Anya Cherneff schilderte, wie Frauen in Nepal in Unternehmen zum Verkauf von Solarlampen eingebunden werden und welche Auswirkungen dies auf den nächtlichen Alltag hat.

Faszinierend waren auch die Ausführungen von Thomas Rippel, welcher die Produktion von nachhaltigem Düngemittel erläuterte und zeigte, wie glücklich Kühe werden, die nur gesundes Gras fressen.

Viel Ausdauer bewies Danielle Mersch: mit ihren Forschungskollegen montierte sie auf unzähligen Ameisen winzige QR-Codes und konnte auf diese Weise das Sozialleben der emsigen Tierchen erforschen. (Nichts desto trotz kommen mir die Viecher weiterhin nicht ins eigene Haus!)

Honey Thalijeh packte das Publikum mit ihrer intensiven Geschichte rund um den Aufbau des Frauenfussballs in Palästina. Sie meisterte dabei viele Hindernisse und arbeitet heute für die FIFA.

Zwischen den Reden sorgten Mich Gerber, Black Barons und Rival Kings für die musikalische Abwechslung auf hohem Niveau. Ebenfalls top war die kulinarische Begleitung in den Pausen.

Ich verliess also zufrieden meine erste TEDx-Veranstaltung. Gab es eigentlich auch etwas, das mir nicht so gefiel? “Jein”, und zwar musste man sich für die Teilnahme online bewerben. Das ist, falls man akzeptiert wird, weiter kein Problem, hinterlässt aber im Falle einer Ablehnung den etwas schalen Nachgeschmack, nicht Teil dieser exklusiven Gesellschaft sein zu dürfen. Mein Verbesserungsvorschlag: First comes, first served… hmm… auf der andern Seite…. na, überlassen wir das ewige Thema den Organisatoren :-)

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Wandern um Berlin

Grosser Kolpiner SeeeRund um Berlin gibt es eine 400 Kilometer lange Wanderroute, der sogenannte “66-Seen-Wanderweg”. Er entstand Mitte der Siebzigerjahre im letzten Jahrhundert, also lange vor dem Mauerfall.

Die Strecke führt über 17 Etappen von Potsdam im weiten Uhrzeigersinn um die deutsche Hauptstadt und wieder zurück. Wir probierten vorletzte Woche zwei Teilstrecken aus. Als Alpenländer fielen uns natürlich sofort die flache Topografie, die endlosen Wälder und die weiten Felder auf.

Die erste Reise führte uns durch das Briesetal von Birkenwerder nach Wensickendorf und schliesslich an den Wandlitzer See. Insgesamt rund 25 Kilometer. Besonders eindrücklich war das naturbelassene Sumpfgebiet entlang der Briese.

Unsere zweite Wanderung war mit 16 Kilometern etwas kürzer und hatte ihren Ausgangspunkt im Südosten von Berlin: beim Kurort Bad Saarow. Nach einem kurzen Abschnitt entlang des Scharmützelsees ging’s durch geheimnisvolle Wälder und einsame Felder zu den beiden Kolpinerseen. Der Höhepunkt dieses Marsches – sowohl geografisch wie auch visuell – war die 69 Meter hohe Binnendüne bei Storkow, unserem Tagesziel.

Obwohl wir nur ein bisschen an der 66-Seen-Wanderung schnupperten, können wir sie allen herzlich empfehlen, die gut zu Fuss sind und eine Berliner Sehenswürdigkeit der etwas ruhigeren Art erleben möchte.

Ein paar unserer fotografischen Eindrücke haben wir im Flickr Set “Wandern um Berlin” hinterlassen.

Wer sich gerne mehr informieren möchte, dem sei der Wanderführer “66-Seen-Wanderung” von Manfred Reschke empfohlen. Eine grosse Orientierungshilfe war zudem die faltbare Karte “66-Seen-Weg” vom Dr. Barthel Verlag. Nebst dem Wanderweg findet man dort auch schöne Radrouten. Wir sind auch gerne bereit, unsere Exemplare auszuleihen.